06.11.2017

Test: MAN TGS 18.500 4x4 H

Test: MAN TGS 18.500 4x4 H

Der schwere Bau-MAN bekommt standesgemäße 500 PS und ein neues Traxon-Getriebe. Und wenn die angetriebene Hinterachse nicht reicht, zieht eine Hydrodrive-Vorderachse. Es gibt allerhand zu entdecken, also ab in die Grube.

 

Die bauaffinen Münchner waren die ersten, die sich an das Projekt „hydraulischer Vorderradantrieb“ wagten. Wir haben in alten Heften nachgeblättert: Im Sommer 2005 durften wir erstmals einen Hydrodrive-MAN fahren und darüber berichten – damals eine Sensation. Und heute? Hat beinahe jeder Konkurrent eine solche Achse, wie eben der Kollege nebenan mit seinem Volvo. Dort spricht man über X-Track, bei Mercedes heißt der Antrieb HAD (Hydraulic Auxiliary Drive) und bei Renault Opti-Track. Bei MAN bleibt es beim Hydrodrive – und jetzt nach 12 Jahren und mehr als 10.000 ausgelieferten Einheiten dürfen wir bei der neuesten Variante Hand anlegen. Zu erkennen sind Hydrodrive-Fahrzeuge zuerst an den vorstehenden Naben, gleich dahinter stecken die hydraulischen
Radnabenmotoren von Poclain. Der beliefert auch andere LKW-Marken, aber jeder pflegt seine Eigenheiten. Während Hersteller wie Mercedes oder Renault die Antriebsleistung für die Hydraulik direkt am Motor abgreifen, setzt MAN nach wie vor auf einen Getriebeabtrieb. Erst jetzt, mit der neuen Getriebegeneration Tipmatic TX (alias ZF Traxon), kann man den Hydrodrive mit einer automatisierter Schaltung kombinieren, das konnten andere Marken schon früher. Bei der Gelegenheit haben die Techniker nochmal
Hand an ihren Hydrodrive angelegt. Die Hydraulik-Hochdruckleitung wird ab der Pumpe in festen Rohren geleitet, nur kurze flexible gebündelte Schläuche münden an der Innenseite der Radaufhängung. Die Probleme der früher arg strapazierten Schläuche gelten jedenfalls als gelöst. Auch auf den Dieselmotor in dieser neuen Ausführung sind wir im Vorfeld gespannt. Der relativ kompakte D26-Sechszylinder hat noch eine Leistungsspritze bekommen, der stärkste der Baureihe liefert jetzt 500 PS und maximal 2.500 Nm Drehmoment ans Getriebe. Zu viel für den Bau? Sicher nicht, wer im bayerischen Oberland mit gut 40 t fährt, schätzt jede Pferdestärke. Mit 12,4 l Hubraum gilt er als kompakt und leicht, wir hängen ab und fahren auf die Waage: 8.320 Kilo mit Vollausstattung, vollgetankt und mit Hydrodrive und Fahrer – der MAN zählt jedenfalls nicht zu den Schwergewichten.

 

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Heft 22/2017 vom
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