22.11.2016

Transport Logistic 2017: E-Mobilität im Fokus

Transport Logistic 2017: E-Mobilität im Fokus

Das Thema Elektromobilität ist in aller Munde und wird auch auf der kommenden Transport Logistic (9.–12. Mai 2017) in München Thema sein.

Fakt ist: Die Transportbranche kann von der E-Mobilität nur profitieren. E-LKW fahren emissionsfrei, leise und verursachen niedrigere Betriebskosten als ihre mit Dieselkraftstoff angetriebenen Pendants. Angesichts der fortschreitenden Technik ist davon auszugehen, dass auf der nächsten Transport logistic Modelle für verschiedenste Einsatzgebiete präsentiert werden.
Auch die Bundesregierung fördert die Elektromobilität. Zwar gilt die Kaufprämie derzeit nur für Fahrzeuge bis zu einem Anschaffungspreis von 60.000 Euro, doch vom versprochenen Ausbau der Ladeinfrastruktur, in den man 300 Millionen Euro investieren will, profitieren auch elektroangetriebene LKW. Eines der Einsatzfelder für abgasarme Nutzfahrzeuge könnte die Citylogistik sein. Denn viele Innenstädte kämpfen gegen Lärm, Abgase und den Verkehrsinfarkt.

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund hat elektromobile urbane Wirtschaftsverkehre im Projekt „Elmo“ zwischen 2011 bis 2015 untersucht. Projektleiter Sebastian Stütz bewertet das Ergebnis: „Belieferungsverkehre sind in den laufenden Kosten – Fahrstrom versus Kraftstoff – deutlich günstiger“. Die Rede sei von 60 bis 65 Prozent Ersparnis. Vor allem, weil elektrische Antriebe wesentlich effizienter als Verbrennungsmotoren arbeiten und zudem Strom gegenüber Dieselkraftstoff mit weniger Steuern belegt ist. Die Fahrzeuge sind auch bei der Kraftfahrzeugsteuer begünstigt und werden bei der Mautberechnung mit keinerlei Kosten für Luftverschmutzung belegt.

Dennoch scheuen viele Transportunternehmen die hohen Anschaffungskosten. Denn LKW mit Stromantrieb werden derzeit kaum von großen Herstellern produziert, sondern auf der Basis von Dieselfahrzeugen in Kleinserien umgebaut und elektrifiziert. Zusammen mit dem größten Kostenblock, der separaten Antriebsbatterie, bedeutet dies eine Investition im sechsstelligen Bereich. Entsprechend dünn ist derzeit auch noch das Servicenetz. Steigt die Nachfrage, könnte dies aber Anlass für die großen Automobilhersteller sein, erschwingliche Modelle in Serie zu fertigen, was wiederum die Nachfrage ankurbeln würde. „Ein klassisches Henne-Ei-Problem“, meint auch Stütz. „Sobald dieser Teufelskreis aufgebrochen ist, wird die Elektromobilität im Bereich LKW einen Schub erleben.“

Auf der kurzen Distanz, im Nah- und Regionalverkehr, setzen KEP-Dienste (Kurier, Express und Paketdienste) bereits seit langem erfolgreich Elektro-Kleintransporter ein. Hier wächst die Angebotspalette ständig und alle großen Automobilhersteller sind in diesem Segment vertreten.

Auch im Rahmenprogramm der Transport Logistic  2017 wird „Elektromobilität“ Thema sein: Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML befasst sich am 10. Mai, mit „Elektromobilität in der Logistik: Aktueller Stand, Potenziale, Hemmnisse und Trends“. Ebenfalls am Mittwoch diskutiert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen „Digitalisierung – Automatisierung – Elektromobilität. Wie kann die Schiene noch umweltfreundlicher und produktiver werden?“

Weitere Informationen gibt es ab Dezember unter transportlogistic.de

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