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20.03.2020

Corona: Traton-Marken ergreifen Maßnahmen

Corona: Traton-Marken ergreifen Maßnahmen

Die europäischen Marken der Traton Group schließen als Reaktion auf die Corona-Pandemie vorübergehend mehrere Werke in Europa und beantragen für die deutschen Werke Kurzarbeit. Durch die Ausbreitung des Coronavirus in Europa werde die Versorgung der Werke mit Zulieferteilen immer schwieriger, so die Begründung.

 

Scania Vehicles & Services lässt ab dem 25. März wegen Störungen in der Lieferanten- und Logistikkette die Produktion in allen europäischen Werken ruhen. Servicewerkstätten und Ersatzteilzentren werden ihren Betrieb allerdings fortführen, damit die für die Gesellschaft lebenswichtigen Transporte der Scania-Kunden sichergestellt werden können. Aktuell geht Scania von einer zweiwöchigen Produktionsunterbrechung aus. Von der geplanten Produktionsstilllegung sind Scania-Mitarbeiter in Schweden, den Niederlanden und Frankreich betroffen.

Mit Blick auf den reduzierten Arbeitsbedarf nach der Schließung ist das Scania-Management im Austausch mit den Gewerkschaften. „Die Geschäftsleitung und die Arbeitnehmervertreter begrüßen die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen, die jetzt in den Ländern zur Verfügung gestellt werden, in denen unsere Mitarbeiter nun vorübergehend keine Arbeit haben werden", so Henrik Henriksson, President und CEO von Scania.

MAN Truck & Bus beantragt ab dem 23. März für einen Großteil der Beschäftigten an den produzierenden deutschen Standorten Kurzarbeit. Die entsprechenden Gespräche zwischen MAN, Arbeitnehmervertretern und Behörden laufen. Am Standort München wurde die Produktion bereits am 19. März gestoppt. Die anderen Standorte werden individuell heruntergefahren.

MAN reagiert damit auf zunehmende Engpässe sowohl bei der Belieferung der Produktion als auch bei der Fahrzeug- und Teileauslieferung und schützt die Gesundheit seiner Mitarbeiter. Angestellte in der Verwaltung, die nicht von Kurzarbeit betroffen sind, sollen bestehende flexible Arbeitszeitregelungen in Anspruch nehmen und möglichst von zu Hause aus arbeiten.

In den Werken außerhalb Deutschlands fährt MAN die Produktion ebenfalls zurück. So lange es möglich ist, soll der Betrieb der Vertriebs- und Servicestandorte weltweit in vollem Umfang aufrechterhalten werden, um die Versorgungsketten sicherzustellen.

Die Fertigung der Traton-Marken in Lateinamerika ist derzeit nicht unterbrochen. Bei Volkswagen Caminhões e Ônibus läuft die Produktion weiter. Die Stabilität der Lieferkette wird hier permanent überwacht. Scanias Fertigung in Lateinamerika, die etwa ein Fünftel des Produktionsvolumens ausmacht, wird derzeit ebenfalls wie geplant fortgesetzt.

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