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24.03.2020

Elvis will Aussetzung der LKW-Maut

Nikolja Grabowski, Elvis AG
Nikolja Grabowski, Elvis AG
Nikolja Grabowski, Elvis AG

Der Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (Elvis) hat an die Bundesregierung appelliert, die LKW-Maut während der Corona-Krise auszusetzen. Am 20. März 2020 hat sich der Verbund in einem offenen Brief an den Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, gewandt.

Darin macht Elvis auf das Risiko eines Zusammenbruchs der Lieferketten durch starke finanzielle Einschnitte für Transportunternehmen infolge der Pandemie aufmerksam. Die Entlastung von Logistikbetrieben würde einerseits die Versorgung der Gesellschaft weiterhin sicherstellen. Andererseits könnte sie den Arbeitsplatzverlust von Millionen Beschäftigten verhindern.

„Die finanziellen Auswirkungen auf die Transportbranche durch das bereits erfolgte Stilllegen einzelner Wirtschaftsbereiche trifft den margenschwachen Sektor (…) schnell und erheblich“, heißt es in dem Brief. Nach Einschätzung von Elvis würden die bisher von der Bundesregierung eingebrachten Sofort-Maßnahmen nicht rechtzeitig bei den Logistikbetrieben ankommen. Um Speditionen schnell finanziell zu entlasten, fordert der Verbund daher einen Verzicht auf die Erhebung der LKW-Maut auf deutschen Fernstraßen rückwirkend zum 1. März. Nur so könne der wirtschaftliche Ruin insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) verhindert und die Versorgung der Gesellschaft weiterhin gesichert werden. „Anderenfalls sei nicht absehbar, wie lange die Unternehmen der LKW-Transportbranche ihre systemrelevante Leistung aufrechterhalten können“, mahnt Elvis.

Mit der Forderung schließt sich Elvis der Internationalen Straßentransportunion IRU (International Road Transport Union) an. Diese hatte bereits Mitte März Berechnungen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für die Transportbranche angestellt. Demnach sei mit einem Rückgang der globalen Straßentransportaktivitäten um bis zu 20 Prozent im Jahr 2020 zu rechnen. Daraus könnte ein weltweiter Einnahmenverlust von 800 Milliarden Dollar resultieren.

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