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05.05.2020

Traton: Einbußen bei Absatz und Umsatz

Traton: Einbußen bei Absatz und Umsatz

Die Traton Group hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 aufgrund des erwarteten Marktrückgangs in Europa und den ersten Einflüssen der weltweiten Corona-Pandemie Rückgänge bei Absatz, Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Nun bereite man sich auf einen Neustart der Wirtschaft in einem sehr anspruchsvollen Umfeld vor.

Der Absatz der drei Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus schrumpfte in den ersten drei Monaten um 20 Prozent auf 46.000 (57.200) Fahrzeuge. Dabei war der Rückgang bei den LKW mit 21 Prozent auf 42.000 (53.000) Fahrzeuge deutlicher als das Absatzminus von 4 Prozent bei Bussen auf rund 4.000 (4.200) Fahrzeuge.

Der Umsatz der Traton Group schrumpfte von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 5,7 (6,4) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um zwei Drittel zurück und lag bei 161 (490) Millionen Euro. Die operative Rendite sank auf 2,8 Prozent, nach 7,6 Prozent in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Der Auftragseingang ging um 16 Prozent auf 54.200 Bestellungen zurück. Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis des Auftragseingangs zum Absatz, lag mit 1,18 über dem Niveau der ersten drei Monate 2019 (1,13).

Der Absatzrückgang der drei Marken Scania, MAN und Volkswagen Caminhões e Ônibus fiel in Europa (EU 27+3) mit einem Minus von 30 Prozent am deutlichsten aus. In Südamerika konnte der Absatz noch – getragen von Brasilien – um 4 Prozent zulegen. Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus hat laut Traton in den ersten drei Monaten den Absatz zusätzlich erschwert und ab Mitte März zu Werksschließungen im globalen Produktionsverbund geführt. Seit Ende April lassen die Marken der Ttraton Group ihre Werke schrittweise wieder anlaufen.