23.02.2018

Mehr schwere LKW-Unfälle an Stauenden in NRW

Mehr schwere LKW-Unfälle an Stauenden in NRW

Die Zahl der schweren Lastwagenunfälle an Stauenden nimmt in Nordrhein-Westfalen weiter zu. Waren es 2013 noch 135, wurden 2017 bereits 194 solcher Unfälle registriert.

 

„Das bedeutet einen Anstieg um rund 44 Prozent in nur fünf Jahren“, erklärte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2017 in Düsseldorf. Bei allen Stauende-Unfällen mit und ohne LKW-Beteiligung kamen im vergangenen Jahr insgesamt 19 Menschen ums Leben (2013: zehn). „Das zeigt, dass der bange Blick in den Rückspiegel am Stauende leider nicht unbegründet ist“, sagte Reul. „Lastwagen können zu tonnenschweren Geschossen werden“, so der Minister. „Das ist eine große Gefahr, die wir durch geeignete Maßnahmen bannen müssen.“ Minister Reul machte sich für eine europaweite Verschärfung der Vorschriften für Notbremsassistenten stark. Es könne nicht sein, dass diese Systeme von den LKW-Fahrern manuell wieder abgeschaltet werden könnten. Reul: „Ein abgeschalteter Notbremsassistent ist sinnlos - deshalb gehört er abgeschafft.“

Der Minister kündigte außerdem an, die nordrhein-westfälische Polizei werde noch im Februar ganz gezielt den Güterverkehr kontrollieren. „Die verstärkte Überwachung von Lastwagen ist Teil der neuen ‚Fachstrategie Verkehrsunfallbekämpfung‘ der nordrhein-westfälischen Polizei“, erklärte Reul. Er appellierte in diesem Zusammenhang auch an die besondere Verantwortung der LKW-Fahrer. „Wer übermüdet hinterm Steuer sitzt, setzt leichtfertig das Leben von Menschen aufs Spiel“, mahnte der Innenminister.

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Heft 14/2018 vom
19. Juli

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