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29.09.2020

Vorsicht, wenn es rutschig wird

Vorsicht, wenn es rutschig wird

Nässe und Laub sorgen im Herbst für gefährlich glatte Fahrbahnen. Vorsicht ist auch bei Wildwechsel geboten. Der ADAC Truckservice gibt Tipps zum korrekten Verhalten.

Ab sofort kann es vor allem nachts und in den frühen Morgenstunden gefährlich glatt auf den Fahrbahnen werden und Nebel für eine schlechte Sicht sorgen. „Diese Kombination ist mitunter genauso gefährlich wie Blitzeis im Winter“, warnt der ADAC Truckservice.

Der ADAC Truckservice rät zu einer angepassten Fahrweise und zu ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Vor allem an Brücken und Bergkuppen sowie in Waldschneisen droht Gefahr, weil vielerorts nachts und am frühen Morgen mit überfrierender Nässe gerechnet werden muss.

Typisch für die Jahreszeit ist außerdem die sogenannte Bauernglätte. In der Erntezeit sorgt vor allem in ländlichen Gebieten vermehrt Schmutz von den Feldern für Matsch auf den Straßen.

Achtung Wildwechsel!

Besondere Vorsicht ist morgens und abends an Waldrändern und auf freiem Feld gefragt. Hier kommt es im Herbst wieder verstärkt zu Wildwechseln. Wird ein Reh oder ein anderes Wildtier entdeckt, gilt es, sofort abzublenden, vorsichtig zu bremsen und zu hupen. So schlägt man die Tiere am besten in die Flucht.

Lässt sich eine Kollision dennoch nicht mehr vermeiden, ist ein kontrollierter Aufprall besser als ein spontanes Ausweichmanöver. Vor allem bei höherer Geschwindigkeit besteht sonst die Gefahr, dass der Lkw ausbricht, gegen einen Baum fährt oder einen Unfall im Gegenverkehr verursacht. Nicht selten sind schwere Unfälle mit Personenschaden die Folge.

Nach einer Wildkollision gilt es, stets das Warnblinklicht einzuschalten, die Unfallstelle zu sichern und die Polizei sowie je nach Bundesland zusätzlich einen Jäger zu informieren und deren Eintreffen abzuwarten. Verletzte Tiere dürfen auf keinen Fall angefasst werden, da diese sich wehren und sogar beißen könnten. Auf keinen Fall ist es gestattet, ein totes Wildtier einfach mitzunehmen. Dies erfüllt den Tatbestand der Wilderei und ist strafbar.

Was tun bei dichtem Nebel?

Dichter Nebel kommt im Herbst besonders häufig vor, vor allem auf Strecken entlang von Seen oder Mooren. Grundsätzlich gilt es, bei Nebel das Abblendlicht einzuschalten und bei einer Sichtweite unter 50 Metern nicht schneller als 50 km/h zu fahren – auch auf der Autobahn. Auf keinen Fall sollte das Fernlicht eingeschaltet werden, da dieses von den feinen Wassertröpfchen in der Luft reflektiert wird und die Sicht noch schlechter macht. Das Tagfahrlicht reicht hingegen nicht aus.

Ist die Sichtbehinderung durch den Nebel erheblich, müssen zusätzlich Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Bei einer Sicht unter 50 m ist laut Straßenverkehrsordnung die Nutzung der Nebelschlussleuchte vorgeschrieben.

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