Diese Seite drucken
14.10.2020

Neues im Berufskraftfahrerqualifikationsrecht

Foto: Kzenon - adobe.stock.com
Foto: Kzenon - adobe.stock.com
Foto: Kzenon - adobe.stock.com

Der Bundestag hat am 9. Oktober 2020 Änderungen im Berufskraftfahrerqualifikationsrecht beschlossen. Die Transport- und Logistikverbände AMÖ, BGL und BWVL begrüßen dies als wichtigen Beitrag für verbesserte Rahmenbedingungen im Bereich Aus- und Weiterbildung.

Dabei hätten die Verbände nach eigenen Angaben mit ihrer Expertise an vielen Stellen anforderungsgerechte und praxistaugliche Regelungen einbringen können. Beispiele seien die zukünftigen Möglichkeiten, Ausbildungsverbünde, E-Learning und Fremdsprachenprüfungen zu realisieren. Erfreulich sei die Einführung eines Fahrerqualifizierungsnachweises als Ersatz für die Eintragung der Schlüsselzahl 95 in den Führerschein, was für Grenzgänger besonders wichtig ist.

Bedauerlicherweise habe der Vorschlag der Logistikverbände, Berufskraftfahrer aus Drittstaaten nach europäischen Standards bereits in ihrem Heimatland beruflich zu qualifizieren keine Berücksichtigung gefunden. Um dem LKW-Fahrermangel entgegenwirken zu können, wollen sich die Verbände auch weiterhin für die Umsetzung dieses Praxis-Vorschlags einsetzen. Kritisiert haben die Logistikverbänden außerdem, dass Unternehmen, die Berufskraftfahrer ausbilden, nicht mehr automatisch berechtigt sind, auch die Weiterbildungen selbst durchzuführen.