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29.03.2019

Einbau will gut durchdacht sein

Das Transportunternehmen Dinges Logistics hat 20 Volvo- und fünf Scania-Tanklastzüge mit Kompressoren der Marke Brätsch ausgestattet und berichtet über seine Erfahrungen.

Bei der Anschaffung von neuen Kompressoren steht der Einbau zunächst nicht im Vordergrund, denn den übernimmt die Werkstatt – entweder im eigenen Unternehmen oder eine fremde Werkstatt. Doch ein gut durchdachter und zwischen Kompressor-Hersteller, Tankwagenspedition und Werkstatt abgestimmter Einbau kann einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer der Kompressoren haben, Bedienfehlern in der täglichen Praxis vorbeugen, die Arbeit mit dem Kompressor an die eigenen, firmenspezifischen Anforderungen anpassen und die Einbaukosten reduzieren.
Das Pfälzer Transportunternehmen Dinges Logistics ist auf den Transport von flüssigen Gefahrgütern, Ölen und harmlosen Chemikalien sowie pharmazeutischen Produkten spezialisiert. Der Familienbetrieb, den Ingo Dinges im Jahr 2000 mit nur einer Sattelmaschine gründete, verfügt mittlerweile über einen Fuhrpark von mehr als 150 ziehenden Einheiten.
Bis 2018 hatte das Unternehmen Flügelzellen-Kompressoren für die Entladung eingesetzt. Doch die Logistiker hatten ein Problem: Sobald zähflüssiges Transportgut wie Harze, Leime oder Härter transportiert werden sollten, war der Druck der Kompressoren zu niedrig. Es dauerte lange, bis die Endleistung erreicht war, und der gesamte Entladevorgang zog sich unnötig in die Länge.
Hinzu kam, dass nicht bei jedem Transportauftrag ein Kompressor eingesetzt wurde. Doch Flügelzellenkompressoren verzeihen eine längere Pause ohne entsprechende Pflege nur ungern, und die Lamellen fangen an, sich festzusetzen. Nimmt man den Kompressor dann wieder in Betrieb, kann es zu Schäden am Gerät und zum Ausfall kommen.


Entscheidung für den K3-3300 von Brätsch
Mario Baraniak, Fuhrparkleiter der Dinges Logistics, entschied sich daher, bei 20 seiner Volvo- und fünf Scania-LKW Kolbenkompressoren auszuprobieren: „Unsere Wahl fiel auf den Kolbenkompressor K3-3300 von Brätisch, einem Spezialanbieter für Kolbenkompressoren made in Germany aus Hamburg. Die neuen Kompressoren bieten uns höhere Entladedrücke und einen hohen Volumenstrom, was bei zähflüssigen Gütern und hohen Tanks für eine schnellere Entladung sorgt. Zudem sind sie robuster, und im Gegensatz zu den Flügelzellenkompressoren machen ihnen längere Stillstandzeiten nichts aus.“
Doch neben den Produkteigenschaften war auch der Einbauservice des Herstellers ein entscheidender Punkt: „In der Zusammenarbeit mit Brätsch hat sich schnell gezeigt, wie viele Vorteile uns ein gut durchdachter Einbau bringen würde, denn kleine Details können große Auswirkungen auf die Standzeiten der Kompressoren haben“, erklärt Baraniak.


Intelligentes Einbauzubehör
Durch ihre Position unter dem LKW-Rahmen sind Kompressoren Schmutz, Feuchtigkeit, Streusalz und Reinigungsmitteln durch Hochdruckreiniger ausgesetzt. Korrosionsbeständiges Material beim Kompressor selbst als auch beim Einbauzubehör ist daher wichtig für eine lange Lebensdauer des Kompressors. So empfahl Brätisch zum Beispiel einen speziellen Edelstahl-Schraubensatz, der Kunststoffdistanz-Stücke beinhaltet, die zwischen Kompressor und Kompressorrahmen verbaut werden. Dadurch entsteht ein Luftspalt, der Staunässe verhindert und die Korrosionsbildung deutlich erschwert. Dadurch können die Kompressoren auch problemlos in die nächste LKW-Generation umgebaut werden.
Zudem entschied sich Dinges Logistics für weggebaute Ansaugluftfilter, die der Kompressor-Hersteller standardmäßig in seinem Zubehörprogramm führt. Dadurch kann der Ansaugluftfilter so am LKW positioniert werden, dass er im Falle eines Filterelement-Wechsels für den Fahrer oder die Werkstatt besser zugänglich ist. Der Filter hat einen verlängerten Rüssel, der nach unten hängend eingebaut wird. So kann kein Wasser eindringen und sich im Inneren des Kompressors keine Korrosion bilden.


Einbauzeiten und -kosten reduzieren
Die Logistik-Profis verwendeten auch die von Brätsch vorgefertigten universell einsetzbaren Kompressor-Einbaurahmen, die auf den Kompressor abgestimmt und feuerverzinkt sind. Die Werkstätten der LKW-Niederlassungen, die den Einbau vornahmen, mussten die Kompressor-Einbaurahmen nur noch auf den LKW-Rahmen abbohren. Und auch das sonstige Einbauzubehör wie Edelstahlarmaturenträger für Rückschlagventil, Manometer und Sicherheitsventil sowie die Gelenkwelle lieferte Brätsch mit. Ein Rundum-Sorglos-Paket also, denn die Werkstätten ersparen sich das Abmessen, das Besorgen von Material sowie das Fertigen der Teile und können sich auf den eigentlichen Einbauprozess konzentrieren. Die durchdachten Teile sind flexibel: So kann der Druckschlauch den Installationsbedingungen vor Ort angepasst und auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Der Einbauprozess bleibt so flexibel und schlank und die Einbaukosten niedrig. Außer der reinen Montage des Kompressors fallen daher keine weiteren Handlingkosten an.


Einbau-Standards beugen Bedienfehlern vor
„Wir haben mit dem Kompressor-Hersteller und der LKW-Niederlassung einen für uns optimalen Einbau-Standard festgelegt, der definiert, wo die Anbauteile positioniert werden“, erklärt der Logistik-Profi das Vorgehen. „Der Technische Leiter von Brätsch hat dabei all seine technische Erfahrung, aber auch das Wissen aus dem Feedback seiner Kunden einfließen lassen. Zusammen mit unseren Dinges-spezifischen Wünschen wurde mit dem festgelegten Standard ein Probe-Einbau durchgeführt. Auch den hat der Kompressoren-Hersteller begleitet und die Monteure der LKW-Niederlassung zum Einbau des Kompressors geschult, um gleich im Vorfeld Einbaufehler zu vermeiden.“ Und weiter: „Das Gute am Brätsch-Einbauzubehör ist zudem, dass es für alle LKW-Hersteller passt.“
Jedes Transport-Unternehmen hat seine eigenen Vorstellungen, wie der optimale Entladevorgang für seine Kunden und das optimale Zubehör für das Entladegut auszusehen haben. „Wir wünschten uns zum Beispiel einen Bypass-Kugelhahn am Armaturenträger sowie ein Haltersystem für einen 2 m langen Druckschlauch“, erläutert der Dinges-Fuhrparkleiter die Anforderungen des Betriebs. „So kann der Schlauch während der Fahrt am Armaturenträger angekuppelt bleiben und muss nicht extra am Fahrzeug verstaut werden. Das spart dem Fahrer Zeit.“ger

Randolf Unruh

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