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09.09.2022

Fahrleistung: höhere Rückgänge im Norden

Fahrleistung: höhere Rückgänge im Norden

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) zeigt Entwicklungen des Straßengüterverkehrs in dem erstmals im Juli veröffentlichten Format „Mautverkehr Kompakt“ prägnant auf. Das neue Informationsangebot fasst wesentliche Ergebnisse basierend auf dem LKW-Maut-Fahrleistungsindex zusammen.

Die überwiegende Mehrheit der Bundesländer weist einen Rückgang der Fahrleistung gegenüber dem Vormonat auf. Neun dieser 13 Bundesländer verzeichnen eine Abnahme von mehr als 1,5 Prozent und befinden sich in der nördlichen Hälfte der Bundesrepublik. Den größten Rückgang gibt es in Sachsen mit 2,6 Prozent. In den südlicheren Bundesländern ist eine geringere Abnahme (0 Prozent bis 1,5 Prozent) bis hin zu einer leichten Zunahme im Saarland zu erkennen.

Nach einer leichten Steigerung des LKW-Maut-Fahrleistungsindex im Juni 2022, ist im Juli 2022 ein Rückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen. Der Index im Juli befindet sich 1,1 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten 24 Monate. Am aktuellen Rand liegt der Wert jedoch weiterhin oberhalb des Niveaus vor der Covid-19-Pandemie. Der Index basiert auf der kalender- und saisonbereinigten Fahrleistung von mautpflichtigen Fahrzeugen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen.

Im Monatsverlauf sinken die jeweiligen unbereinigten maximalen Wochenwerte. Der unbereinigte maximale Tageswert liegt bei rund 169 Punkten am 5. Juli. Der geringste Werktageswert tritt mit rund 121 Punkten am Freitag, 29. Juli auf. Der bereinigte 7-Tagesdurchschnitt ist ebenfalls rückläufig und fällt um 1,7 Indexpunkte.

Der Fahrleistungsanteil polnischer Fahrzeuge ist gegenüber Juli 2019 um 2,8 Prozentpunkte gestiegen und liegt nunmehr bei 21,6 Prozent (Juli 2019: 18,8 Prozent). Der Fahrleistungsanteil litauischer LKW erhöht sich von 3,2 Prozent im Juli 2019 auf 3,8 Prozent im Juli 2022. Über die Hälfte der Fahrleistung wird von inländischen Fahrzeugen erbracht und ist gegenüber Juli 2019 gesunken. So ist der Anteil um 2,1 Prozentpunkte von 53,0 Prozent auf 50,9 Prozent zurückgegangen. Die Anteile der anderen Herkunftsländer sind marginal gesunken beziehungsweise unverändert.

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