Dank des schnellen Ansprechverhaltens der Elektromotoren kann die Antriebskraft, die zwischen den Rädern und der Straße erzeugt wird, laut Volvo Trucks blitzschnell gesteuert werden, um ein Durchdrehen der Räder proaktiv zu verhindern.
Diese Funktion verbessere die Beschleunigung auf rutschigem Untergrund deutlich. Tests, die mit dem Volvo FH Electric auf glattem Untergrund und einem beladenen Auflieger durchgeführt wurden, hätten eine Verbesserung von 45 Prozent bei voller Beschleunigung ergeben.
„Die Verbesserung beim Befahren einer rutschigen Schotterstraße ist wirklich beeindruckend. Ich bin überzeugt, dass dies die Produktivität steigern wird, nicht zuletzt für unsere BaukundInnen“, sagt Anna Wrige Berling, Traffic & Product Safety Director bei Volvo Trucks.
Wenn der LKW ins Schleudern gerät, kann das Sicherheitssystem des Fahrzeugs dank mehrerer Sensoren auf die Fahrbahnbedingungen reagieren und die Elektromotoren zusammen mit anderen Komponenten auf intelligente Weise steuern, um dem Fahrer zu helfen, auf der Straße zu bleiben. Die neue Funktion soll zudem auch die Gefahr des sogenannten Klappmesser-Effektes beim Bremsen mit Anhängern und des Übersteuerns bei unbeladenen Fahrzeugen verringern.
Die Nutzung der verschleißfreien Bremse (Rekuperation) soll durch das System ebenfalls verbessert werden. Die Funktion zum kontrollierten Verzögern des Fahrzeugs kann nun auch bei starken Bremsungen genutzt werden, ohne dass das ABS aktiviert wird, erklärt der Hersteller. Somit werde die Rekuperation sowohl bei leichten als auch bei starken Bremseingriffen effektiver genutzt. Dadurch erhöhten sich die Effizienz, die Reichweite und der Fahrkomfort des Fahrzeugs.
Die Active Grip Control-Funktion wird für die schweren LKW Volvo FH Electric, Volvo FM Electric und Volvo FMX Electric verfügbar sein, die im regionalen Güterverkehr und im Baugewerbe eingesetzt werden. Eine Version des Systems wird auch für LKW mit Diesel- oder LNG-Antrieb erhältlich sein.