Kia bringt mit PV7 mehr Kapazität und Flexibilität in seine elektrische PBV-Palette
Weltneuheit bei elektrischen leichten Nutzfahrzeugen: Kia hat auf der IAA Transportation 2026 in Hannover den PV7 vorgestellt. Mit diesem zweiten Modell der „Platform Beyond Vehicle (PBV)“-Strategie der Marke baut Kia sein Angebot im Segment der elektrischen leichten Nutzfahrzeuge (eLCV) weiter aus. Der PV7 wird als Cargo- und Passenger-Variante erhältlich sein und verbindet elektrische Leistungsfähigkeit mit einem flexiblen Innenraum und vernetzten Technologien, um ein breites Spektrum an Geschäfts- und Mobilitätsanwendungen zu unterstützen.
Er basiert auf der speziell für PBVs entwickelten Kia-Plattform E-GMP.S (Electric Global Modular Platform for Service) und verfügt über einen völlig ebenen Boden, der das Raumangebot und die Flexibilität maximiert, sowie über Lösungen, die am betrieblichen Alltag orientiert sind und Kunden helfen, die Produktivität zu steigern und bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Die Markteinführung des PV7 Passenger und PV7 Cargo in Europa und Korea ist für das zweite Halbjahr 2027 geplant. Weitere Märkte sowie Modell-Derivate und Umrüstversionen sollen folgen.
Preisgekröntes Modell
Im Vergleich zum PV5 („International Van of the Year 2026“) bietet der bis zu 5,35 Meter lange PV7 größere Abmessungen und ein breiteres Anwendungspotenzial. Dadurch kann Kia mit seinem PBV-Angebot ein weiteres Spektrum an Kundenbedürfnissen abdecken. Der PV7 eignet sich unter anderem für den Flotten-, Logistik- oder Shuttle-Einsatz und kann von kleinen und mittleren Unternehmen ebenso genutzt werden wie im privaten Bereich.
Auf der Hardware-Ebene profitiert der PV7 neben der E-GMP.S-Plattform vom umfassenden Kia-Know-how im Bereich der Elektromobilität und dem Flexible Body System (FBS), das die Marke entwickelt hat. Diese modulare Karosseriearchitektur der nächsten Generation ermöglicht die flexible Entwicklung von Karosserievarianten, Derivaten und Umrüstmodellen auf Basis einer standardisierten Fahrzeugstruktur. So können maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche betriebliche Anforderungen geschaffen werden.
Verbesserte Flottenübersicht
Auf der Software-Ebene stellt die Marke das Ökosystem Kia Business Solutions bereit, das das Flottenmanagement, das Laden, die Wartung und das Tagesgeschäft unterstützt. Ein standardisiertes Flottenmanagementsystem (FMS) sowie auf die betrieblichen Anforderungen der Kunden zugeschnittene Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) für Daten aus vernetzten Fahrzeugen tragen dazu bei, die Flottenübersicht zu verbessern und einen effizienteren Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet Kia spezielle „Uptime“-Dienstleistungen an, die die Fahrzeugverfügbarkeit durch Echtzeitüberwachung, vorausschauende Diagnose und proaktives Wartungsmanagement fördern soll.
Kia konzentriert sich mit seinen Services für Unternehmen auf PBV-spezifische Dienstleistungen, die darauf abzielen, Unterstützung für vielfältige Geschäftsaktivitäten zu bieten, die Gesamtbetriebskosten zu senken und eine höhere Fahrzeugverfügbarkeit zu gewährleisten. Die Marke plant, die PV7-Palette nach der Markteinführung im Jahr 2027 auf 23 Varianten auszubauen. Mit dem PV9 sollen dann im Jahr 2029 das Kia-PBV-Angebot und die Vielfalt an Mobilitätslösungen weiter vergrößert werden.
„Tool Box“-Konzept
Der PV7 basiert auf dem Kia-Konzept der „Tool Box“ (Werkzeugkasten), dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung von Fahrzeugen für spezifische Kundenanforderungen liegt. Während das „Open Box“-Konzept des PV5 die auf den großstädtischen Raum Zügeschnittene Flexibilität in den Vordergrund stellt, wurde der PV7 entwickelt, um mehr Laderaum und Nutzlast für anspruchsvollere Einsatzbedingungen und größer angelegte Anwendungen zu bieten. Zudem wurde er auf die praktischen Bedürfnisse von Fahrern, Betreibern und Passagieren ausgerichtet und verfügt über Funktionen, die die körperliche Beanspruchung beim Ein- und Aussteigen sowie beim Beladen verringern, die Benutzerfreundlichkeit und den Komfort verbessern und einen sichereren und effizienteren Betrieb unterstützen.
Für den Antrieb stehen zwei NMC-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt) mit 71,5 bzw. 96,2 kWh zur Wahl. Je nach Markt und Konfiguration mobilisiert das laut Angaben von Kia serienmäßig frontgetriebene Modell bis zu 200 kW Leistung und 420 Nm Drehmoment. Eine Allradvariante soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Der PV7 Cargo bietet mit dem Langstrecken-Akku eine Reichweite von bis zu rund 460 Kilometern (Wert auf Basis Kia-interner Messungen nach WLTP-Kriterien, Homologation der deutschen Länderausführung noch ausstehend). Die 800-Volt-Technologie des PV7 soll es ermöglichen, den Akku an einer 350-kW-Station in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufzuladen (Wert auf Basis Kia-interner Messungen). Als erster Stromer der Marke verfügt der PV7 zudem über Ladeanschlüsse vorn (AC/DC) und hinten (AC, optional). Die gespeicherte elektrische Energie lässt sich nicht nur zum Fahren nutzen: Dank der „Vehicle-to-Load“-Funktion (V2L) besitzt der PV7 leistungsstarke 230-Volt-Steckdosen innen und außen, über die elektrische Werkzeuge, Geschäftsausrüstung und andere Geräte betrieben oder aufgeladen werden können.
Fokus auf Ladekapazität, Zugänglichkeit und Effizienz
Der PV7 Cargo wurde für Logistik, Lieferdienste und Flotten sowie den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt. Sein Fokus liegt auf Ladekapazität, Zugänglichkeit und Effizienz, und er wird weltweit in Zwei- und Dreisitzer-Konfigurationen angeboten werden. Die Langversion mit normal hohem Dach bietet bis zu 6,1 m³ Laderaumvolumen (nach VDA-Standard), die Hochdachversion bis zu 8,0 m³. Die maximale Nutzlast beträgt bei der Langversion 1.165 kg und bei der Standardversion 1.200 kg. Der Laderaum der Langversion bietet Platz für bis zu drei Europaletten (800 × 1.200 mm) bei einer Ladekantenhöhe von 550 mm.
Für den Transport schwerer Lasten besitzt der PV7 Cargo einen speziellen Fahrmodus, der die Fahrzeugleistung je nach Nutzlastbedingungen anpasst und dadurch Stabilität gewährleistet. Die Bodenbeläge lassen sich an unterschiedliche Einsatzzwecke anpassen, und beim Heckzugang zum Laderaum können die Kunden zwischen einer weit öffnenden Doppelflügeltür für bequemeres Beladen auf engem Raum und einer herkömmlichen, nach oben schwingenden Heckklappe wählen. Eine „Walk Away Lock“-Funktion zur automatischen Fahrzeugverriegelung schließt die elektrische Schiebetür an der Seite automatisch, wenn sich der Fahrer mit dem Smart Key vom Fahrzeug entfernt, während der Status der hinteren Laderaumtür per Fernüberwachung geprüft werden kann. Verfügbar sind darüber hinaus eine Trennwand mit Durchlademöglichkeit (nur für Dreisitzer-Version) und eine unabhängige Ver- bzw. Entriegelungsfunktion, um die Sicherheit der Fracht zu erhöhen.
Hilfreiche Assistenten
Das Assistenzangebot umfasst zum Beispiel Autobahnassistent 2.0, navigationsbasierte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Frontkollisionswarner, Spurhalteassistent 2.0, fernbedienbaren Parkassistent, Rundumsichtkamera sowie Rückfahrkamera und Parksensoren vorn, hinten und an der Seite. Zudem ermöglicht eine Kamera (Built-in Cam 3.0) dem Fahrer, Fahrvideos aufzuzeichnen und auszuwerten (Verfügbarkeit aller genannten Systeme je nach Markt, Modell und Ausstattung).
Auf seinem Messestand in Hannover präsentiert Kia drei Exemplare des PV7 – eine Langversion des PV7 Passenger und zwei Langversionen des PV7 Cargo – sowie sieben Varianten bzw. Derivate des PV5: den PV5 Cargo als Standard- und Hochdachversion, den PV5 Passenger mit sieben Sitzen, den rollstuhlgerechten PV5 WAV, den PV5 Chassis Cab, den variablen Fracht- und Personaltransporter PV5 Crew Van sowie das Umbaumodell PV5 Food Truck.
Kia PV7 – Vorläufige technische Daten
- – Variante Passenger (Langversion, 9 Sitze) Cargo (Langversion, 3 Sitze)
- Batteriekapazität 71,5 kWh 96,2 kWh 71,5 kWh 96,2 kWh
- Länge 5.350 mm 5.350 mm
- Breite* 1.995 mm 1.995 mm
- Höhe** 1.990 mm 1.990 mm
- Radstand 3.500 mm 3.500 mm
- Antrieb 2WD (Frontantrieb)***
- Max. Leistung 200 kW
- Max. Drehmoment 420 Nm
(* Ohne Außenspiegel und Türgriffe – inklusive: 2.030 mm)
(** Ohne Antenne)
(*** Allradvarianten folgen zu einem späteren Zeitpunkt)
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Foto: Kia Deutschland









