Präzises Arbeiten im Hochgebirge
Das Familienunternehmen Neuhauser Holztransporte aus Wertach im Allgäu setzt auf einen Langholzzug von Doll TimTech
Langholztransport am Limit. Alpine Wetterumschwünge, unbefestigte Forstwege und enge Kehren: Wer Langholz im Gebirge transportiert, braucht viel Erfahrung und ein Fahrzeug, das präzise zu steuern ist und auch unter schwierigen Bedingungen stabil bleibt. Das Familienunternehmen Neuhauser Holztransporte aus Wertach im Allgäu setzt auf einen Langholzzug von Doll TimTech. Die Kombination aus Aufbau und Nachläufer ist für den Transport von bis zu 22 Meter langem Holz ausgelegt und zählt zu den leichtesten Langholzfahrzeugen auf dem Markt.
Digitale Assistenzsysteme unterstützen den Fahrer dabei, alle Fahrzeugfunktionen permanent zu überwachen und intuitiv zu steuern. Ob 2,50 oder 20 Meter – das Holztransportunternehmen Neuhauser bewegt Holz jeder Länge sicher durch die AllgäuerAlpen. Seit über 95 Jahren ist das Unternehmen im anspruchsvollen Gebirgstransport tätig. Im Sommer führen Touren bisauf 1.700 Höhenmeter in die Berge rund um Oberstdorf und ins Kleinwalsertal. „Um dort mit Langholz durch enge Serpentinen zu kommen, braucht es ein Fahrzeug, das sich millimetergenau steuern lässt“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Neuhauser.
Zum Einsatz kommt ein Langholzzug von Doll TimTech, bestehend aus Aufbau und 2-Achs-Nachläufer. Mit dem Spezialfahrzeug transportiert das Unternehmen Holzlängen von 9 bis 20 Metern. Der Nachläufer ist mit dem hydraulischen Lenksystem Doll kompakt ausgestattet. Das robuste 2-Zylinder-System überträgt den Einschlag des Schemels direkt auf die vordere Achse des Nachläufers und sorgt so für hohe Spurtreue und kontrolliertes Kurvenfahren. Es arbeitet mit zwei unabhängigen Hydraulikkreisen. Fällt ein Kreis aus, bleibt der Nachläufer trotzdem lenkbar.
Bei besonders engen Passagen kann der Fahrer zudem jederzeit aus dem Fahrerhaus in die Lenkung des Nachläufers eingreifen. Die Rahmenkonstruktion des Nachläufers ist aus hochfestem Feinkornstahl gefertigt. Sie bietet eine hohe Verwindungsteifigkeit und kann Querkräfte in engen Kurven oder auf seitlich abfallenden Wegen zuverlässig aufnehmen. Gleichzeitig sorgt das Material für ein geringes Eigengewicht: Je nach Ausstattungsvariante ist der Nachläufer ab einem Gewicht von 3.300 Kilogramm erhältlich. So verbindet die Nachläuferkombination maximale Nutzlast mit der nötigen Stabilität im Gebirge. Für die Ladungssicherung ist der Langholzzug mit einer hydraulischen Spannvorrichtung ausgestattet, die eine Vorspannkraft von 5.000 daN erreicht. Dadurch lässt sich das Holz mit weniger Zurrmitteln sicher und zügig fixieren.
Digitale Assistenzsysteme erleichtern die Bedienung
Die Funktionen des Langholzzuges werden zentral über das digitale Assistenzsystem Doll control gebündelt. Farbdisplays im Fahrerhaus und am Kran stellen alle relevanten Fahrzeugdaten übersichtlich dar. „Die Kombination aus Symbolen und Textmeldungen ist selbsterklärend – man findet sich sofort zurecht und hat die wichtigsten Informationen im Blick“, sagt Neuhauser. Besonders praktisch beim Beladen: Das System misst die Achslasten in Echtzeit. Das Gesamtgewicht des Zuges sowie die Verteilung auf Aufbau und Nachläufer lassen sich direkt am Kran ablesen.

Farbdisplay Doll control im Fahrerhaus
Auch Funktionen wie Seilwinde, Arbeitsscheinwerfer oder Kranabstützungen sind über Doll control abrufbar. „Am vorherigen Fahrzeug gab es für jede Funktion eine separate Taste. Jetzt ist alles kompakt in einem System gebündelt“, erläutert Neuhauser. Software-Updates und neue Funktionen können per Fernzugriff aufgespielt werden. Auf diese Weise bleibt das System auf dem neuesten Stand ohne die Hardware zu tauschen.
Auch Diagnosen sind aus der Ferne möglich. „Unser Langholzzug war eines der ersten Fahrzeuge im Holztransport, das mit dem neuen digitalen Steuerungssystem ausgestattet ist. Gerade in der Anfangsphase mussten daher ein paar Funktionen auf unsere Abläufe angepasst werden“, so Neuhauser. „Der direkte Austausch mit Doll war dabei hilfreich, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Das Steuerungssystem ist so konstruiert, dass es im täglichen Forsteinsatz gut vor äußeren Einflüssen wie Ästen oder Schnee geschützt ist.
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Foto: Doll Fahrzeugbau GmbH







