Neue Dollys im Schwerlasteinsatz
Fliegl-Fahrzeuge werden bei CC Bäuml in Hessen genutzt
CC Bäuml aus Schlitz in Hessen ist ein Systemdienstleister für Schwer-, Spezial- und andere Transporte, der auch ganze Windkraftanlagen sicher und zuverlässig befördert – seit einigen Monaten auch mit zwei neuen Dollys von Fliegl.
„Wir transportieren sehr schwere Teile für Windkraftanlagen, und die müssen teilweise steil bergauf gezogen werden. Selbst mit Schwerlastzugmaschinen kommt man da an Grenzen“, sagt Andreas Michl, bei CC Bäuml verantwortlich für Zughilfen. Die Lösung sind Ex-Bundeswehr-SchwerlasTransporter von Faun, mit 8×8-Antrieb und 950 PS meistern die Trucks fast jede Steigung – mit dem angehängten Fliegl-Dolly und den Bauteilen auf einem Sattelauflieger im Schlepptau. „Fliegl konnte schnell liefern und die Zuggabeln an unsere Bedürfnisse anpassen“, sagt Michl. Der Sonderzugholm ist gekröpft und längenverstellbar, die Leitungen und Kabel sind nicht im Holm verlegt, sondern darunter. Zudem wurde die SaTelplaTe nach Kundenwunsch versetzt.
Neben den beiden Dollys ist ein verstärkter Jumbo-Plateausattel sowie seit drei Jahren ein TPS 118 Bau-Anhänger von Fliegl für CC Bäuml im Einsatz. Kürzlich bestellte das Unternehmen einen weiteren Plattform-Anhänger – einen TPS 118 mit zusätzlichen Rungentaschen. „Den nutzen wir für normale Speditionstransporte, beispielsweise auch für Eisenplatten“, sagt Andreas Michl. Bei einem Leergewicht von nur 2.600 Kilogramm bietet der Tandem-Anhänger eine Nutzlast von 9.200 Kilogramm; die Ladefläche ist 6.200 Millimeter lang. Der Boden besteht aus 30 Millimeter starken Siebdruckplatten aus besonders widerstandsfähigem finnischem Holz; die Bordwände bestehen aus 25 Millimeter starken Alu-Hohlprofilen, sie lassen sich abklappen und leicht abnehmen.
Licht und Sicherung
Andreas Michl legt Wert auf gute Ausleuchtung, daher werden die beiden Arbeitsscheinwerfern am Heck ergänzt durch zwei weitere seitlich angebrachte Scheinwerfer. Für die optimale Ladungssicherung sorgt Fliegl: Spanngurte lassen sich im leicht schrägen Außenrahmen mit Load-Lock-Profil einhängen, zusätzlich sind 8 Zurrösen mit je 5.000 Kilogramm Zugkraft im Außenrahmen eingelassen. Die feuerverzinkten Steckrungen lassen sich in den zehn Rungentaschen positionieren, die mittig im Boden eingelassen sind.
Für unterschiedliche Zugfahrzeuge lässt sich der Zugholm um 250 Millimeter in der Höhe verstellen. Wie bei jedem Fahrzeug von Fliegl sind auch die Achsen des TPS 118 per Laser vermessen und exakt eingestellt, das senkt den Rollwiderstand, reduziert den Reifenverschleiß und den Kraftstoffverbrauch. Im Schwerlastverkehr legen die Fahrzeuge nicht sehr viele Kilometer zurück, aber sie müssen besonders zuverlässig sein. Für eine lange Betriebsdauer sorgt bei den Dollys die Feuerverzinkung mit zusätzlicher Passivierung, 15 Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung sind ein Wort.
Sinn für Nachhaltigkeit
Bereits bei der Herstellung von Anhängern und Aufliegern für Bau, Spedition und Logistik achtet Fliegl auf Nachhaltigkeit. So wird an einem zentralen Standort konstruiert, produziert und montiert; CO2-verursachende Zwischenwerksverkehre über weite Distanzen entfallen. Für sein Trailerwerk in Thüringen weist Fliegl eine positive Energiebilanz aus – die Stromproduktion liegt über dem eigenen Verbrauch. Fliegl betreibt zwei Blockheizkraftwerke und hat großflächige Photovoltaikanlagen installiert; geheizt wird mit Hackschnitzeln und Abfallholz.
Die Lackierung der Fahrzeuge erfolgt in einer ressourcenschonenden Anlage, energieintensive Einbrennvorgänge sind nicht nötig. Um den Energieverbrauch weiter zu drosseln, hat Fliegl in Puls-Schweißmaschinen sowie in Fiber-Laseranlagen investiert und die Hallenbeleuchtung komplett auf LED umgestellt. Das neue Hochregallager speist aufgewandte Energie wieder in den Kreislauf ein. Beim Einkauf von Fahrzeugkomponenten achtet Fliegl auf die Abnahme von Full Truck Loads, so dass Anlieferungen immer unter optimaler Auslastung erfolgen.
Leichtbau ist Trumpf
Leichtbau besitzt einen hohen Stellenwert, so dass Fliegl beim Trailergewicht gute Werte erzielt – zugunsten von Nutzlast und CO2-Ausstoß. Das Fliegl Quick Lock System generiert ein Aerodynamik-Plus bei Gardinenaufliegern. Es kommt ohne hervorstehende Verschlussschnallen aus, sodass eine völlig ebene Planenfläche entsteht. Fliegl baut Sattelkipper serienmäßig mit aerodynamischer konischer Mulde und mit Curved Chassis, das über einen runden, extrem flachen Rahmenhals verfügt – der Kipper ragt nicht über die Zugmaschine hinaus. Windabweiser und die Membran-Rückwand reduzieren ebenfalls den Luftwiderstand. Fliegl stellt die Spur aller Trailer individuell und exakt per Laser ein – für weniger Rollwiderstand und geringeren Reifenverschleiß. Fliegls zweiachsige Twin Gardinensattel senken den Kraftstoffverbrauch und die Mautkosten im Vergleich mit Dreiachsern deutlich.
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Foto: Fliegl Fahrzeugbau







