Reisch GmbH will neue Qualitätsstandard für Stahlrahmen setzen. Der strukturierte Systemansatz umfasst Strahlen, Metallisieren, Grundieren, Lackieren
Die Anforderungen an Nutzfahrzeuge steigen kontinuierlich. Längere Einsatzzeiten, höhere Belastungen und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen verlangen nach robusteren und wirtschaftlicheren Fahrzeugkonzepten. Die Reisch GmbH reagiert darauf mit einer grundlegenden Weiterentwicklung ihres Rahmenprozesses. Unter der Verantwortung von Artur Neubauer, Geschäftsführer der Reisch GmbH, führt das Unternehmen einen neuen Premium-Standard ein: Strahlen, Metallisieren, Grundieren und Lackieren.
Als Teil der Benalu Gruppe verfolgt Reisch eine langfristige Nachhaltigkeitsstrategie. Während Benalu seit Jahren auf Aluminiumrahmen mit natürlicher Korrosionsbeständigkeit und geringem Gewicht setzt, überträgt Reisch dieses Denken nun konsequent auf den Stahlrahmen. Ziel ist es, die Lebensdauer der Fahrzeuge zu erhöhen, Reparaturaufwände zu reduzieren und den Werterhalt nachhaltig zu sichern.
„Wir betrachten Korrosionsschutz nicht als reines Lackthema, sondern als Lebensdauer-Thema“, erklärt Artur Neubauer. Der Rahmen sei die Basis des Fahrzeugs. Genau hier entscheide sich, wie wirtschaftlich und zuverlässig ein Fahrzeug über viele Jahre betrieben werden könne, ergänzt er.
Klar strukturierter Systemansatz
Der neue Prozess basiert auf einem klar strukturierten Systemansatz. Zunächst wird der Rahmen gestrahlt, um Verunreinigungen zu entfernen und eine definierte Oberflächenstruktur zu erzeugen. Anschließend folgt die Metallisierung mit einer aufgespritzten Zink-Aluminium-Schicht. Darauf wird eine Grundierung aufgebracht, die den Schichtverbund stabilisiert und die Haftung des Lacks verbessert. Den Abschluss bildet die Lackierung als Versiegelung und optische Oberfläche.
Durch diesen mehrstufigen Aufbau entsteht ein robustes Schutzsystem, das deutlich widerstandsfähiger sein soll als klassische Einzellösungen. Besonders in mechanisch beanspruchten Bereichen wie Kanten, Kontaktzonen und Steinschlagzonen bietet der Aufbau laut dem Unternehmen Vorteile im täglichen Betrieb.
Mögliche Reparaturen im Blick
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Reparierbarkeit. Beschädigungen können lokal instand gesetzt werden, ohne komplette Bauteile oder große Flächen neu beschichten zu müssen. Dies reduziert Stillstandzeiten, senkt Wartungskosten und verbessert die Verfügbarkeit der Fahrzeuge im Flotteneinsatz.
Reisch ergänzt den neuen Prozess durch eine 5-Jahres-Garantie auf den Korrosionsschutz, gültig bei bestimmungsgemäßem Einsatz. Ausgenommen sind Schäden durch mechanische Einwirkungen, Unfälle, nachträgliche Umbauten sowie unterlassene Nachbesserungen. Für Artur Neubauer ist diese Garantie ein klares Bekenntnis zur eigenen Qualitätsstrategie.
Auch aus Nachhaltigkeitssicht bietet der neue Prozess Vorteile. Längere Lebensdauer, weniger Ersatzbedarf und geringere Instandsetzung reduzieren den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Damit leistet der Rahmenprozess einen messbaren Beitrag zur nachhaltigen Fahrzeugnutzung.
Für den Markt setzt Reisch damit ein klares Signal: Qualität wird nicht allein über Optik definiert, sondern über technische Substanz, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit. Oder wie Artur Neubauer es formuliert: „Nicht der günstigste Einstiegspreis entscheidet, sondern die Kosten und die Zuverlässigkeit über die gesamte Nutzungsdauer.“
Mit dem neuen Standard möchte Reisch seinen Anspruch unterstreichen, nachhaltige Technik mit wirtschaftlichem Nutzen zu verbinden und den Stahlrahmen langfristig auf ein neues Qualitätsniveau zu heben.
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Foto: Reisch GmbH






