FleetBoost bringt mobile Hochleistungs-Ladelösung für E-Lkw in den Markt
Vielerorts bremst die Ladeinfrastruktur den Hochlauf der Elektromobilität aus. Das deutsche Start-up FleetBoost will Abhilfe schaffen und bringt mit den mobilen Energiespeicherlösungen FleetBooster 20 und FleetBooster 40 eine neue Infrastrukturoption für das Hochleistungsladen von Nutzfahrzeugen wie E-Lkw auf den Markt. Die FleetBooster sollen sofortige schnelle Ladeleistung ohne Netzausbau und ohne lange Wartezeiten ermöglichen.
FleetBoost ist aus der Praxis der Logistik entstanden. Fehlende Netzanschlüsse, hohe Leistungspreise und langwierige Genehmigungsprozesse erschweren vielerorts den Hochlauf der Elektromobilität im Schwerlastverkehr. „Viele Logistiker wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen. Neben der Auswahl des passenden E-Lkw spielen dynamische Stromtarife, PV-Integration und Lastmanagement eine Rolle – das wird schnell komplex“, erklärt Frederik Rumpf, CEO & Co-Founder von FleetBoost. „Unser Ziel war es, ein System zu entwickeln, das sofort funktioniert – ohne dass erst ein Transformator gebaut oder der gesamte Standort infrastrukturell umgerüstet werden muss.”
Erster Regelbetrieb mit DB Intermodal Services
Ein Vorreiter in der Anwendung ist DB Intermodal Services (DB IS). Gemeinsam mit TFG Transfracht setzt DB IS an ihrem Standort Großbeeren bereits den FleetBooster 40 für ihre E-Lkw-Flotte ein. Trotz eines Netzanschlusses von nur 100 kW werden Ladeleistungen bis zu 800 kW erreicht. Das intelligente Energiemanagement ermöglicht damit netzunabhängiges, skalierbares Schnellladen auf einem Niveau, das bislang Mittelspannungsanschluss voraussetzte. Die mobile Batterieplattform unterstützt die Elektrifizierung der ersten und letzten Meile – vom E-Lkw über Terminalgeräte bis hin zu Reefer-Containern. Überall dort, wo Energie bisher fehlte oder begrenzt war, wird Elektromobilität nun praktisch umsetzbar.
„FleetBoost gibt uns die notwendige Flexibilität, Elektromobilität im kombinierten Verkehr schnell und nachhaltig umzusetzen. So können wir unsere Flotte flexibel und planbar elektrifizieren“, erklärt Michael Heinemann, Geschäftsführer DB Intermodal Services. „Der FleetBooster funktioniert im Grunde wie ein intelligenter Energiespeicher mit Ladeinfrastruktur auf Rädern“, so Rumpf. „Energie wird langsam ins Batteriesystem eingespeichert und bei Bedarf blitzschnell wieder abgegeben. So lassen sich selbst an schwachen Netzanschlüssen mehrere E-Lkw gleichzeitig laden.“
Über die Logistik hinaus einsetzbar
Die FleetBooster 20 und 40 wurden speziell für die Anforderungen von E-Lkw entwickelt, die deutlich höhere Ladeleistungen und Energiemengen benötigen als Pkw. Die Einsatzfelder gehen über die Logistik hinaus: Bau, Landwirtschaft, Events, Personenverkehr, Häfen oder Flughäfen – überall dort, wo Energie kurzfristig, flexibel und netzunabhängig bereitstehen muss, bietet der FleetBooster eine sofort einsatzfähige Lösung.
Beim Charging-as-a-Service-Modell, das FleetBoost anbietet, investieren Kunden nicht in Hardware oder Infrastruktur, sondern zahlen ausschließlich für die Nutzung. Die mobilen Systeme können Strom aus PV- oder Windanlagen aufnehmen, speichern und vor Ort wieder abgeben – etwa für Stapler, Maschinen oder Gebäude über CEE-Ausgänge (125 A, 64 A, 32 A). Damit schaffen sie Energieautonomie, nach Angaben des Herstellers ohne Genehmigungsaufwand, ohne Wartezeiten, ohne zusätzlichen Netzausbau. Das Energie-Managementsystem „FleetBoost Pulse“ verbindet Hardware, Stromeinkauf sowie Last- und Flottenmanagement in einer Lösung.
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Foto: FleetBoost







