Ausblick auf IAA Transportation 2026: Mercedes-Benz Trucks setzt auf Fortschritt über die gesamte Antriebsbandbreite hinweg
Fortschritt über gesamte Antriebsbandbreite: Mercedes‑Benz Trucks stellt zur IAA Transportation 2026 im September zentrale nächste Schritte rund um die Transformation des Straßengüterverkehrs hin zu alternativen Antrieben vor: Im Fokus steht der neue eActros Lowliner, mit dem der Hersteller sein batterieelektrisches Portfolio gezielt für volumenstarke Anwendungen erweitert.
Als Signal in Richtung Branche und breite Öffentlichkeit wird Content Creator Tobias Wagner, auf diversen Plattformen als „Elektrotrucker“ bekannt, mit einem batterieelektrischen eActros 600 von der IAA aus zu seiner geplanten Weltumrundung aufbrechen. Ziel ist es, die Praxistauglichkeit batterieelektrischer Fernverkehrslösungen unter realen Einsatzbedingungen zu demonstrieren.
Brennstoffzellenantrieb präsent auf der IAA
Auch der wasserstoffbasierte Brennstoffzellenantrieb wird auf der IAA eine Rolle spielen: Ab Ende dieses Jahres werden sukzessive 100 Fahrzeuge des Mercedes-Benz NextGenH2 Truck in den Kundeneinsatz gehen. Als erster Kunde wird der Logistikdienstleister Dachser den NextGenH2 Truck aus seinem Logistikzentrum in Karlsruhe vor allem im Fernverkehr einsetzen. Ergänzend gibt Mercedes‑Benz Trucks einen Ausblick auf weitere Entwicklungen bei Dieselantrieb und Sicherheit. Dies hat Achim Puchert, CEO Mercedes‑Benz Trucks, auf dem „IAA Media Summit“, dem medialen Auftaktevent zur IAA Transportation, in der Nähe von Frankfurt am Main bekanntgegeben.
Achim Puchert: „Vor 130 Jahren hat unser Gründervater Gottlieb Daimler den Lkw erfunden. 130 Jahre Lkw bedeuten für uns Verantwortung, den Transport von morgen aktiv zu gestalten: Wir gehen mit den richtigen Technologien und Lösungen voran, die im Alltag unserer Kunden echten Mehrwert schaffen. Wie wir diesen Anspruch in den kommenden Jahren konkret umsetzen, zeigen wir auf der IAA Transportation – der für uns wichtigsten Plattform für den Austausch mit Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit.“
Neue Variante im E-Truck-Portfolio: der eActros Lowliner
Der Mercedes-Benz eActros Lowliner ist mit wahlweise zwei oder drei Batteriepaketen erhältlich und erweitert das Elektro-Lkw-Portfolio des Herstellers um eine Lösung für Volumentransporte. Damit adressiert Mercedes-Benz Trucks gezielt den steigenden Bedarf an lokal CO₂e-freien Transportoptionen im volumenstarken Logistikgeschäft im Fernverkehr. Die ersten neuen Modelle sind ab dem dritten Quartal 2026 in den EU30-Märkten und in weiteren Märkten bestellbar und laufen ab dem zweiten Quartal 2027 im Werk in Wörth am Rhein vom Band.
Bei einem Lowliner-Lkw handelt es sich um eine Sattelzugmaschine mit besonders niedriger Aufsattelhöhe, die den Transport von Aufliegern mit vergrößertem Innenraum ermöglicht. Zu dieser Lowliner-Variante gehören neben der selbstentwickelten elektrischen Antriebsachse, der für ihre lange Lebensdauer und über 95 Prozent nutzbare Batteriekapazität bekannten Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP) und der 800-Volt-Bordspannung auch das Multimedia Cockpit Interactive 2 sowie umfassende Assistenzsysteme für mehr Sicherheit(1).
Kupplungshöhen und Bodenfreiheit wie vergleichbare Diesel-Lkw
Der Mercedes-Benz eActros Lowliner wird als 4×2-Sattelzugmaschine mit 4.000 mm Radstand angeboten und erfüllt Kupplungshöhen und Bodenfreiheit wie vergleichbare Diesel-Lkw. So können Mega-Trailer die rechtlich zulässige Gesamthöhe einhalten und erlauben bei volumenintensiven Transporten die möglichst große Innenraumhöhe. Mit diesen Maßen orientiert sich Mercedes-Benz Trucks an den Dieselvarianten der Lowliner-Fahrzeuge und ermöglicht eine nahtlose Integration der elektrischen Fahrzeuge in die Flotten.
Er ist wahlweise mit zwei oder drei LFP-Batteriepaketen à 207 kWh(2) ausgestattet. Für den eActros 400 Lowliner ergibt sich dadurch 414 kWh(2) installierte Batteriekapazität und für den eActros 600 Lowliner 621 kWh(2) installierte Batteriekapazität. Die Reichweite des eActros 600 als Lowliner-Variante liegt in etwa auf dem Niveau des eActros 600, der mit drei Batteriepaketen und 40 Tonnen Gesamtzuggewicht eine Reichweite von 500 Kilometern(3) ohne Zwischenladen erzielt. Der eActros 400 Lowliner mit zwei Batteriepaketen weist ein geringeres Fahrzeuggewicht auf und bietet dadurch mehr Zuladung als der eActros 600 Lowliner mit drei Batteriepaketen. Durch die Gewichtsreduktion erhöht sich die maximale Zuladung des eActros 400 Lowliner auf bis zu 24 Tonnen im Vergleich zum eActros 600 Lowliner, der bis zu 21 Tonnen Zuladung ermöglicht.
Mit dem eActros 600 in 80 Ladungen um die Welt
Mercedes-Benz Trucks unterstützt ein außergewöhnliches gemeinsames Vorhaben mit dem „Elektrotrucker“ Tobias Wagner: Mit dem eActros 600 soll eine rund einjährige Reise über etwa 45.000 Kilometer durch mehr als 35 Länder führen – mit maximal 80 Ladestopps entlang der Strecke. Seine Reise möchte Tobias Wagner im Rahmen der IAA Transportation in Hannover beginnen. Das Fahrzeug für die außergewöhnliche Weltreise basiert auf einem Serien-eActros 600 aus dem Werk Wörth am Rhein und wurde für die Expedition gezielt umgebaut, unter anderem mit zusätzlicher Lade- und Offroad-Ausstattung sowie speziell entwickeltem Wohnmobil-Aufbau der Firma Bliss Mobil.
Dank seiner hohen Batteriekapazität und Effizienz ist der E-Lkw für Langstrecken ausgelegt und bietet bereits im schweren Fernverkehrseinsatz hohe Reichweiten – als leichteres Expeditionsfahrzeug dürfte er diese nochmals deutlich übertreffen. Für Tobias Wagner, der seit Jahren vollelektrisch im Fernverkehr unterwegs ist und umfangreiche Praxiserfahrung gesammelt hat, dient die Reise vor allem dazu, das Potenzial batterieelektrischer Lkw unter realen, globalen Bedingungen sichtbar zu machen. Gleichzeitig soll die Tour aufzeigen, wo Infrastruktur und Rahmenbedingungen noch verbessert werden müssen. Über seine Kanäle wird er regelmäßig Einblicke in das Projekt und in die Herausforderungen des elektrischen Fernverkehrs auf unterschiedlichen Routen und in verschiedenen Regionen geben.
Zwei neue Sicherheitsfunktionen für den Kreuzungsbereich
Mercedes‑Benz Trucks präsentiert auf der IAA Transportation zwei neue Sicherheitsfunktionen für den Einsatz im Kreuzungsbereich, einer der häufigsten Unfallorte im Straßenverkehr. Die Systeme können in kritischen Situationen gezielt eingreifen, um Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmenden möglichst zu vermeiden oder deren Folgen zu mindern.
Ihre Entwicklung basiert auf der systematischen Auswertung realer Unfallereignisse durch die unternehmenseigene Unfallforschung. Beide Funktionen sind darauf ausgelegt, frühzeitig verfügbar zu sein und regulatorische Anforderungen teilweise vorwegzunehmen. Damit setzt Mercedes‑Benz Trucks seine konsequente Weiterentwicklung von Assistenzsystemen fort mit dem klaren Ziel, neue Sicherheitstechnologien schnell in die Serie zu bringen und die Unfallzahlen im Straßenverkehr weiter zu senken.
Weitere Artikel zur IAA Transportation
Foto: Daimler Truck AG








