SAF-Holland hat auf der IAA Transportation 2026 mit SAF Fusion eine neue Fahrwerksfamilie für den Bereich bis 11 Tonnen vorgestellt.
Neue Fahrwerksfamilie von SAF-Holland: Die Fahrwerksgruppe ergänzt SAF Intra und SAF Modul um eine gezielt auf den mittleren Lastbereich ausgelegte Lösung. Im Vergleich zur bislang für entsprechende Einsätze verwendeten SAF-Lösung reduziert SAF Fusion das Gewicht um mehr als 40 kg pro
Achse; bei einem Dreiachsaggregat sind es mindestens 120 kg. Der Serienproduktionsbeginn für erste Anwendungen ist für das zweite Quartal 2028 geplant.
Mit SAF Intra bietet SAF-Holland ein auf klassische 9-Tonnen-Anwendungen ausgelegtes Fahrwerk. SAF Modul deckt ein breiteres Spektrum bis 14 Tonnen und höhere Lastreserven ab. Für anspruchsvolle Anwendungen, die SAF Intra nicht abdecken kann, musste deshalb bislang teilweise auf SAF Modul zurückgegriffen werden. SAF Fusion setzt genau dazwischen an: Die neue Familie ist auf Anwendungen bis 11 Tonnen ausgelegt und soll auch anspruchsvolle 9-Tonnen-Konfigurationen, beispielsweise mit Zwillingsbereifung, abdecken.
Aus zwei bewährten Konzepten entsteht SAF Fusion
Technische Grundlage ist ein Fahrwerkskonzept von Assali Stefen, das bereits seit Jahren im Markt eingesetzt wird. SAF-Holland entwickelt dieses Konzept weiter, passt es an die eigenen Standards an und kombiniert es mit bewährten SAF-Komponenten. Achsrohr sowie Brems-, Rad- und Radlagerkomponenten stammen aus dem SAF-Portfolio. Die Grundidee des zweiteiligen Lenkerkonzepts stammt von Assali Stefen. Während der vordere Bereich standardisiert ist, lässt sich die hintere Ausführung an unterschiedliche Fahrzeug- und Einsatzkonzepte anpassen.
Ein zentraler Entwicklungsschwerpunkt von SAF Fusion ist das Gewicht. Gegenüber der bislang für entsprechende Anwendungen eingesetzten SAF-Lösung spart das neue Fahrwerk mehr als 40 kg pro Achse. Bei einem Dreiachsaggregat summiert sich der Gewichtsvorteil damit auf mindestens 120 kg. Gerade bei Transportaufgaben, bei denen ein geringes Eigengewicht entscheidend ist, schafft SAF-Holland damit eine auf den benötigten Lastbereich zugeschnittene Alternative. Hinzu kommt eine patentierte, wartungsfreie Verbindung zwischen Fahrwerk und Achsrohr. Bei geklemmten Verbindungen müssen die Befestigungen abhängig vom Einsatz gemäß Wartungsplan regelmäßig kontrolliert und nachgezogen werden. Bei SAF Fusion entfällt dieser Wartungsschritt an der Achsanbindung.
Standardisierung ist Trumpf
Damit verbindet die Konstruktion den Gewichtsvorteil mit einem reduzierten Wartungsbedarf an dieser Schnittstelle. Standardisierte Schnittstellen für unterschiedliche Fahrzeugkonzepte Parallel zur technischen Weiterentwicklung passt SAF-Holland das ursprüngliche Assali-Stefen-Konzept an die etablierten Maße und Geometrien des SAF-Portfolios an. Ein Entwicklungsziel ist, die Schnittstellen zum Fahrzeugrahmen zwischen SAF Fusion und SAF Modul zu standardisieren. Haltebock und Luftfeder sollen so ausgelegt werden, dass Trailerhersteller bei unterschiedlichen Lastanforderungen mit möglichst einheitlichen fahrzeugseitigen Schnittstellen arbeiten können.
Das Entwicklungsziel umfasst unterschiedliche Achstypen und Bereifungskonzepte im Bereich bis 11 Tonnen, darunter Starrachsen und Lenkachsen sowie Einzel- und Zwillingsbereifung. Typische Einsatzfelder sind Tieflader, Holztransporter, Tanker, Schwerlast-Kippfahrzeuge und Zentralachsanhänger. Nach dem geplanten Serienstart für erste Anwendungen im zweiten Quartal 2028 soll die Fahrwerksfamilie schrittweise um weitere Ausführungen ergänzt werden.
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Foto: SAF-Holland









