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10.04.2019

Digitale Frachtdokumente: Feldversuch gestartet

Digitale Frachtdokumente: Feldversuch gestartet

Im Rahmen des sogenannten Living Lab 12 – Digitalisierung der Frachtdokumente – beteiligt sich der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) an einem Aeolix-Pilotversuch zu den Verwendungsmöglichkeiten elektronischer Frachtdokumente im Straßengüterverkehr.

Aeolix steht für das 2016 gestartete EU-Programm „Architecture for European Logistics Information exchange“. Mit einem Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro soll das dreijährige Projekt die Optimierung der Ladungsströme, Erleichterungen beim Supply Chain Management, die Reduzierung von Verwaltungsaufwand und die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen im Verkehr betrachten. Der Pilotversuch Living Lab 12 wurde unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Plattform des Digital Transport and Logistics Forum (DTLF) eingerichtet. In dieser Plattform treiben ERTICO - ITS Europe und eine Reihe seiner Partner den Aufbau einer gemeinsamen Vision und Roadmap für digitalen Transport und Logistik voran.

Im Rahmen von Aeolix wurden insgesamt 12 Pilotversuche – sogenannte Living Labs (LL) – durchgeführt. Diese reichen von internationalem Logistikmanagement über intelligente Hubs und multimodalen Informationsaustausch bis hin zum intermodalen E-Zoll-Transit. Zentrale Aufgabe des abschließenden LL 12 ist die Überprüfung der Digitalisierung der Frachttransportdokumente.

Die teilnehmenden Transportunternehmer können in der Testphase elektronisch transportrelevante Daten eingeben, Logistikinformationen speichern und diese Daten über ein Mobiltelefon oder Tablet in Echtzeit austauschen. Mit Erfassung der Daten erhalten die Beteiligten umgehend Informationen über die transportierten Waren. Die Erprobung grenzübergreifender elektronischer Frachtbriefe (eCMR) steht im Einklang mit der Vision der Europäischen Kommission von der Zukunft der Logistik. Die Einführung von eCMR soll der erste Schritt in Richtung einer vollständig digitalen Dokumentation für die Transportbranche sein und zu einer Standardpraxis werden. Aus diesem Grunde enthält auch das kürzlich veröffentlichte dritte Mobilitätspaket einen Legislativvorschlag zu elektronischen Dokumenten für den Transport.

Projektaufgabe ist, eine gemeinsame Plattform für die Verbindung verschiedener Logistikinformationssystemen zu entwickeln. Innerbetriebliche und unternehmensübergreifende Merkmale für den sofortigen Informationsaustausch zur Unterstützung logistikbezogener Entscheidungen sollen einbezogen und eine Architektur für ein verteiltes offenes System entwickelt werden, um Informationen zwischen den wichtigsten Akteuren der Logistik auszutauschen und so eine verstärkte Nutzung und Wirkung dieser Informationen in der Wertschöpfungskette zu ermöglichen.

Mit Projektende (August 2019) soll die Aeolix-Plattform die Machbarkeit und Funktionalität neuer Wege zur Verbesserung der Transparenz und Interoperabilität der Lieferkette durch Implementierung und Bereitstellung bestimmter Dienstleistungen belegen.

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