Blick hinter die Kulissen des Produktionswerks Madrid: das pulsierende Herz der globalen Iveco-Produktion für schwere Nutzfahrzeuge
Das Iveco-Werk in Madrid ist Spaniens einziger Produktionsstandort für schwere Nutzfahrzeuge und fertigt das komplette schwere Portfolio der Marke für internationale Märkte, darunter Italien, Deutschland, Spanien und die Türkei.
Auf einer Fläche von 374.000 m² verfügt das Werk über eine einen Kilometer lange Hauptmontagelinie und bietet nahezu 40.000 mögliche Fahrzeugkonfigurationen. Es gibt 267 Basismodellen und mehr als 2.800 Individualisierungsoptionen. So schneidet Iveco jeden Lkw gezielt auf die Anforderungen des jeweiligen Kunden zu. Das ist so individuell, dass die Mitarbeiter jede Konfiguration im Durchschnitt nur rund dreimal pro Jahr fertigen.
Moderne Logistik- und Automatisierungssysteme
Der Produktionsprozess in Madrid zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität und Präzision aus. Unterstützt wird er durch moderne Logistik‑ und Automatisierungssysteme. Ein dediziertes FTS‑System transportiert die Fahrzeuge durch die Montagelinie und ermöglicht eine dynamische Anpassung der Taktzeiten an die jeweilige Fahrzeugkomplexität – ohne den Gesamtfluss der Produktion zu unterbrechen.
Die aus dem Werk Valladolid zugelieferten Fahrerhäuser sind bereits geschweißt und lackiert. In Madrid statten die Mitarbeiter sie vollständig aus. Dazu gehören unter anderem mit dem Armaturenbrett, Sitzen, Schlafliegen und Airbags. Allein das Armaturenbrett durchläuft aufgrund seiner Komplexität mehr als 100 elektrische Prüfungen. Arbeiter montieren es auf einer eigenen Linie.
Nach der Hochzeit
Ein zentraler Punkt im Montageprozess ist die sogenannte „Hochzeit“ von Fahrgestell und Fahrerhaus. Anschließend erhält der Lkw seine endgültige Form durch den Einbau der Außenkomponenten, die Montage der Räder sowie umfassende Endprüfungen. Dazu gehören Dichtigkeitsprüfungen, Achs‑ und Geometriekalibrierung sowie Funktionskontrollen.
Neben der Technik liegt die Stärke des Werks vor allem in seinen Menschen. Mehr als 2.700 Beschäftigte bringen umfassendes Know-how und hohe Flexibilität ein, um kontinuierliche Produktanpassungen und Neuanläufe zu bewältigen. Allein im Jahr 2024 wurden in Madrid 10 neue Produkteinführungen und Produkt-Updates erfolgreich umgesetzt.
Strom aus erneuerbaren Energien
Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil aller Produktionsschritte. Das Werk Madrid nutzt zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Es hat 2025 nahezu 90 Prozent des im Produktionsprozess eingesetzten Wassers recycelt. Gemeinsam mit dem Standort Valladolid ist es Vorreiter innerhalb der Iveco Group im Bereich nachhaltiger Produktion und Teil eines wegweisenden Solar‑Eigenverbrauchsprojekts mit Edison Next Spain, das dazu beiträgt, jährlich rund 500 Tonnen CO₂‑Emissionen zu vermeiden.
Das Engagement von Iveco für die Dekarbonisierung geht damit weit über die Fahrzeugtechnologie hinaus – es umfasst auch die Art und Weise, wie diese Fahrzeuge produziert werden. Das Werk Madrid steht exemplarisch für diesen Anspruch: als Ort, an dem Innovation, Individualisierung und Nachhaltigkeit zusammenwirken, um die Zukunft des Transports zu gestalten.
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Foto: Iveco Group







